Warum Messenger Services wichtiger geworden sind

Danke für die Teilnahme an der kleinen Umfrage hinsichtlich der Nutzung und Verteilung von Whatsapp und dem Facebook Messenger. Messenger Apps im allgemeinen sind die meist genutzten Anwendungen auf den Smartphones. Weltweit nutzen über 3 Mrd. User die Top 4 Messenger Services – das sind mehr, als User in den Top 4 Sozialen Netzwerken unterwegs sind (2,5 Mrd User; Quelle: Business Insider).

42 Teilnehmer

Mein Artikel zu dieser Umfrage sollte eigentlich in die Richtung gehen, dass Messenger Services ein ideales Instrument sind, um die Abhängigkeit von Plattformern, deren Anzeigelogik man wenig beeinflussen kann (z.B. Facebook und Instagram), zu umgehen. Es ist nämlich ein Trugschluss, dass die Anzahl der Fans einer Seite gleichbedeutend mit der Anzahl der User ist, die den Post auch angezeigt bekommen. Eine direkte Kommunikation zwischen Seitenbetreiber und Fans würde die Dominanz u.a. von Facebook umgehen.

Aus meiner Sicht überrascht das Abstimmungsergebnis nicht. In Deutschland ist Whatsapp der führende Messenger Service. Jetzt wäre der logische Schnitt, einen Messenger Service für Whatsapp anzubieten ,wie es z.B. die Offenbach Post macht, und nicht einen Service zu entwickeln, der im Facebook Messenger läuft, so wie ich es mache. Die Antwort auf diese Frage ist relativ leicht: Es ist eine Preisfrage. Die Nutzung eines Whatsapp – Services ist nicht kostenfrei. Whatsbroadcast, der Provider des Services der Offenbach Post bietet das Verschicken von Messages über Whatsapp ab 69,-€ / Monat (für 300 Abonnenten) an. Ein stolzer Preis für so eine kleine Seite wie meine. Aber warum jetzt der Facebook Messenger? Die Antwort ist ebenfalls eine Preisfrage. Der Messenger kostet nichts. Dies ist der Grund, warum ich auf 3ECKE11ER einen Messenger Service anbiete, der im Facebook Messenger läuft.

Jetzt wollte ich für die Nutzung dieses Services werben, weil man nicht nur Infos von 3ECKE11ER bequem in den Messenger geschickt bekommt, sondern man kann auch, wenn man das möchte, die aktuellen Artikel der Offenbach Post abonnieren und sich diese ebenfalls in unseren Messenger Service schicken lassen. Ne coole Sache, aber die Nachricht heute, dass Facebook die organische Reichweite von Post weiter reduzieren möchte, hat mich zum Umdenken gebracht. Im Prinzip geht es darum, dass Posts auf Facebook weniger Menschen angezeigt werden sollen, außer, man bezahlt dafür – sogenannte Ads. Etwas, was aus Sicht von Facebook nachvollziehbar ist, für Seitenbetreiber, die über Facebook informieren oder Interaktionen erzeugen wollen, stellt dies eine große Herausforderung dar: Die Informationen werden eben immer weniger Menschen angezeigt.

Um jetzt den Bogen zum Messenger Service zu schlagen: Ein solcher Service wirkt dem möglichen Verlust der Reichweite entgegen und erlangt somit eine größere Bedeutung im Kommunikationsmix. Ob die Ankündigung von Facebook Auswirkungen auf meine Reichweite hat, wird sich zeigen – und ist auch für mich nicht wichtig, denn die Seite ist ja nur ein Hobby von mir und es steckt kein kommerzielles Modell dahinter. Grundsätzlich wird diese Änderung von Facebook aber alle Publisher zwingen, die eigenen Kommunikationsstrategie zu überdenken und die Auswirkungen auf die eigenen Ziele zu analysieren und bewerten.

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