Gestern haben wir uns den aktuellen Saisonverlauf angeschaut und festgestellt, dass der OFC in den bisherigen 22 Spielen zwei Gesichter gezeigt hat. Faktisch konnten die Kickers nach dem 15. Spieltag nur acht Punkte erspielen. Ich habe vier Punkte gefunden, in denen sich der OFC verbessern muss, soll die Mission Aufstieg gelingen.

Zurück zum Spielsystem mit Mittelstürmer

Die Umstellung auf ein Spielsystem mit fester Neun ist dem OFC zu Anfang der Saison sehr gut gelungen. Florian Treske wurde über die Flügel von rechts oder links bedient und konnte so die meisten seiner acht Tore erzielen. Gegen Mitte der Saison ist allerdings wieder zu beobachten, das besonders über den rechten Flügel gerne nach innen gezogen wird – zu Lasten des Flügelspiels. Der OFC erspielte sich so weniger Chancen und war auch nicht mehr so oft erfolgreich.

Ergonomischere Spielweise

23 der 41 Tore des OFC wurden in der ersten Halbzeit erzielt, davon 19 zwischen der 15. und 45. Minute. Die Kickers betreiben einen ziemlich großen Aufwand, um die Gegner von Anfang an unter Druck zu setzen und das Spiel zu dominieren. Eventuell ist der Aufwand, den die Spieler betreiben, zu hoch. Nicht erst gegen Waldorf (4:3 am 12. Spieltag) war zu beobachten, dass der OFC bereits ab Mitte der 1. Halbzeit seinem Gegner hinterherläuft. Die Endstände haben diese Tatsache weitestgehend verschleiert, schließlich wurden die entsprechenden Ergebnisse eingefahren. (1:0 Sieg in Koblenz, 1:0 Sieg gegen Stadtallendorf). Ab dem 15. Spieltag passten dann auch die Ergebnisse zu den Leistungen auf dem Platz: Nur acht Punkte konnten noch erspielt und erkämpft werden.

Stabilität in der Defensive

27 Gegentore nach ausgetragenen 22 Spielen ist nicht der Wert einer Spitzenmannschaft. Die Verantwortlichen des OFC haben in der Winterpause reagiert und Grgo Zivcovi und Francesco Lovric für die vakanten Positionen im defensiven Mittelfeld verpflichtet. Beide Neuverpflichtungen lassen hoffen, dass sich die Kickers in diesem Mannschaftsteil stabilisieren und die Verfolger auf Abstand halten können.

Unterhaltsameres Spiel

Ich habe lange überlegt, ob das tatsächlich ein Grund ist. Und: Ja, es ist ein Grund, ein ziemlich wichtiger. Vielleicht nicht unmittelbar die attraktivere Spielweise – niemand will in Schönheit scheitern, aber die Tatsache, dass die Stimmung auf den Rängen phasenweise nicht vorhanden war. Wenn man sich zu einem spielbezogenen Support bekennt kann es nicht verwundern, dass oftmals das Gespräch mit dem Blocknachbarn das einzige Highlight des Spieles war. In den noch ausstehenden Spielen wird es auch auf die Ränge im Stadion ankommen, nämlich dann, wenn die Spieler spüren, dass heute ein besonderer Tag ist, an dem der Support den Unterschied macht.

 

 

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